Vorsprung im Reißen leichtfertig verzockt

Sindelfingen - Mit der indiskutablen Leistung im Reißen verschenkten die Oberliga-Gewichtheber des VfL Sindelfingen einen Überraschungserfolg gegen den KSV Lörrach. Vor allem die Leistungsträger hatten Probleme, ihre Anfangsgewichte sicher zu bewältigen.

Anstatt mit einer Führung ins Stoßen zu gehen, musste Sindelfingen 20 Punkte aufholen. Dabei hatten die Sindelfinger bis zu den dritten Versuchen einen Vorsprung, bei insgesamt nur zwei weiteren gültigen dritten Versuchen gewann Lörrach am Ende klar mit 313,2:274,1 Kilopunkten.

Bester Sindelfinger war Dieter Mach, der einen starken Wettkampf hinlegte und mit 82,5 Kilogramm im Reißen sowie 100 Kilogramm im Stoßen das Maximale aus sich herausholte. Ein gelungener Schachzug von Trainer Helmut Walentin war die Heberkombination Sabo/Schäfer, die zusammen 41,2 Kilopunkte erzielten. Mehr hat er sich hingegen von Jürgen Hauke erwartet, der nach einem Jahr Verletzungspause wieder zum Kader der Mannschaft gehörte.

Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass die 274,1 Kilopunkte das beste Saisonergebnis sind. Soll ein Sieg in der laufenden Saison kein Wunschtraum bleiben, müssen jedoch bald über 300 erzielt werden.

Einzelleistungen (Reißen/Stoßen/Kilopunkte): Dieter Mach 82,5/100/39,5; Sven Tippelt 90/115/43; Maxim Daukantas 90/115/39,8; Sven Sabo (75/-/11,5; Sebastian Schäfer -/120/29,3; Jürgen Hauke 90/120/46; Sebastian Pawlik 70/95/65. Im Vorkampf standen sich im vereinsinternen Duell die zweite und die dritte Mannschaft des VfL Sindelfingen in der Bezirksliga gegenüber, der Nachwuchs traf auf die Routiniers des Vereins.

Für Manuel Schnitzer, Carmelo Parisi und Dinos Kottis war es der erste Wettkampf, alle drei machten ihre Sache gut. Mathias Sebastian und vor allem Tobias Faller, der mit 180,6 Sinclairpunkten bester Heber der zweiten Mannschaft war, zeigten ebenfalls einen starken Wettkampf.

Bei den Oldies stand mehr der Spaß im Vordergrund. Trainingsrückstand wurde durch Erfahrung von mehr als 800 Wettkämpfen ausgeglichen. Am Ende siegten sie deutlich mit 1222,13:748,09 Sinclairpunkten und dürfen sich somit sogar Hoffnungen auf die Meisterschaft machen.

Einzelwertung nach Sinclairpunkten, VfL Sinderlfingen II: Manuel Schnitzer 117,76; Mathias Sebastian 163,18; Tobias Faller 180,6; Carmelo Parisi 164,85; Dinos Kottis 121,67. VfL Sindelfingen III: Wolfgang Reichel 270,02; Ronald Pfeffer 243,06; Jürgen Erich 254,9; Dirk Seel 235,52; Eduard Sabo 218,57.